mag sein

die theke ist mal wieder klebrig. ich wische sie ab, und komme mir ein wenig pedantisch vor. der laden hier ist dreckig. er war es immer, ganz selten war er es nicht, aber in der wahrnehmung der menschen… etwas reisst mich aus den gedanken. etwas? nein. eine person. stella.
„na, wie geht´s?“ „danke, ausgeglichen, und selbst? was möchtest du trinken?“ „gut. hm, beck´s. aber.. ausgeglichen? was ist das denn für ein zustand?“ ich nehme das bier aus dem kühlschrank, lehne per handzeichen ihren euro ab, „geht auf mich“, öffne es, stelle es auf die theke. ich schaffe es nebenbei, ari heranzuwinken, er soll mich mal eben ablösen.
schon stehe ich mit meinem bier und ihrem bier neben ihr. „nun, weißt du, ausgeglichen eben. nicht zu gut, nicht zu schlecht. ruhig.“ als wir auf dem sofa sitzen, schön bequem, sagt sie: „du bist komisch.“ „warum?“ „na, ich kenne keinen anderen menschen, der auf die frage, wie es denn ginge, mit ausgeglichen antwortet.“ „nur deswegen?“ „nein, auch sonst. ich weiß einfach nicht, woran ich bei dir bin, frank. im einen moment wirkt es so, als würdest du mich mögen, wenn nicht fast schon mehr. und dann, hin und wieder, fragt man dich was und deine antwort ist kurz angebunden und man hört geradezu kälte in deiner stimme.“ „und was soll ich jetzt sagen?“ „am besten die wahrheit.“ „denkst du, es gibt so etwas wie wahrheit? – nein, fühl dich jetzt bitte nicht verarscht. ich meine es ernst. und sei dir sicher: die kälte in der stimme hat nichts mit dir zu tun. ich mag dich.“
„da hast du dich aber noch mal so gerade gerettet.“ „mag sein“, lächele ich.

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