herr d.: obsessionsentscheidung

eines tages hielt herr d. es mal wieder für nötig, sich selbst zu analysieren.

er war leidlich zufrieden mit seiner existenz, die gegenwart erschien ihm hinnehmbar, aber instinktiv spürte er dort, wo die zukunft liegen sollte, schwarze unwetterwolken aufziehen.

was machte er falsch? und vor allem warum?

nach dem er sich ein wenig selbst seziert hatte, sah er ein paar resultate vor seinen füßen liegen: er hatte in den dingen, die er tat, einen fokus, der ihn so nicht weiterbringen würde.

er wollte immer nur wahres sagen und das möglichst auf die richtige art und weise. er war von korrektheit geradezu besessen. und dann die ewigen bemühungen um ausgleich, zu gleich der starke innere widerstand, sachen zu tun, die er für unnötig hielt.
so ging das nicht weiter, das war an diesem punkt schon klar. aber was auch ein problem war oder zumindestens sicher werden würde:
er war zu zufrieden. er achtete nicht darauf, dass zu bekommen, was ihm zustand.

so entschied sich herr d., eine besessenheit nach geld zu entwickeln. davon konnte man ja gar nicht zu viel haben – es sei denn gegenüber den finanzbehörden.

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