dezembermorgen

anfang dezember. ein morgen. 6:43, noch dunkel. du musst bald los. deiner beschäftigung nachgehen. sei es arbeit, sei es studium, sei es was auch immer. du weißt: wenn ich wieder komme, dann ist es auch dunkel. als wäre es den ganzen tag dunkel gewesen.
du fühlst dich ein wenig elend, versuchst an etwas anderes zu denken. aber es funktioniert nicht. wenn du denkst, dass das ganze ja in ein paar wochen nicht mehr so schlimm sein wird, kommt dir das wie eine ewigkeit vor.

du weißt vielleicht selbst nicht, warum du so lebst, wie du lebst. du musst eben. es ist eben deine aufgabe. dein platz, dein ort, deine bestimmung. deine illusion. was auch immer. wie auch immer. warum auch immer.

du musst eben bald los, du bist so konditioniert. du könntest dich auch ins bett legen, gut fühlen tust du dich ja nicht, kannst ja mal „krankfeiern“, wie die anderen das nennen. aber du weißt: davon wird es auch nicht besser – entweder hast du das schon einmal probiert, oder du ahnst es mit einer faszinierenden gewissheit, deine erfahrung hat dich gelehrt, das weglaufen meistens nur dazu führt, dass man auch noch aus der puste ist, wenn man dann geprügelt wird.

du musst gehen. ich will dich nicht aufhalten. geh´ und mach das beste aus deinem tag!

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