aju (II)

aju war fortgegangen und hatte sich woanders niedergelassen. es war eine höhle gewesen, einsam in einem traurigen wald. es gab dörfer in der nähe, aber er wusste, dass die dörfler ihn noch weniger akzeptieren würden, als er vorher jemals akzeptiert war (was irrelevant war, da ihn die menschen nicht besonders tangierten).

sie würden ihn jagen wie ein stück vieh, wenn sie ihn fänden. aber: das leben hier hatte vorzüge. es gab hier kaum gelbe schwaden. die luft war schmackhaft und das wasser der bäche wild wie der wind.
es war angenehm, trotz all der (hypthetischen?) gefahr. das leben – jeden morgen vogelgesang, jeden abend knarzendes holz im wind. keine einöde, sondern eine schöne höhle.

und aju gab seinem namen eine neue bedeutung: der mit hasen schlafen geht.

aju lebte dort bis zu seinem friedlichen tod.

die dörfler fanden ihn erst nach seinem tod – es waren spielende kinder, aber sie kannten den tod und fürchteten sich nicht – genauso wenig wie aju die kinder gefürchtet hätte.

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