du und deine welt

ich kenne ich dich länger als ein jahr. ich kann nicht sagen, wie lange ich dich kenne, es ist länger als ein jahr, vermutlich 1 1/2 jahre, genau kann ich es nicht sagen, da ich seit ungefähr 2 1/2 jahren keine klaren aufzeichnungen mehr anlege, über das, was geschieht und das, was nicht geschieht (alte aufzeichnungen sind zudem verbrannt). das ist so, weil mir klar ist, das jedes menschliche leben absolut bedeutungslos ist, da die meisten menschen sich ihr ganzes vor allem mit /vergessen/ beschäftigen. sie nehmen irgendwelches „wissen“ an sich, sie nennen sich partiell sogar wissenschaftler – die allerbeklopptesten -, sie vergessen, was sie tun und auch, wie mikrig, sinnlos und überflüssig ihre eigenste existenz ist. sie huldigen arbeit und spaß, und vergessen, dass sie nur leben um zu sterben.

dich jedenfalls sah ich vor ca. 1 1/2 jahren zum ersten mal und nein, ich war nicht begeistert. das weiss ich noch, ich maß dir keine bedeutung bei. ich hätte dabei auch bleiben sollen, denke ich heute gelegentlich bis häufig.

irgendwie kamen wir jedenfalls zusammen und ich möchte nicht so tun als hätte mir das nur gefallen und als wäre ich immer derjenige gewesen, der klar sieht und kalt berechnet. nein, das stimmt nicht und ich bin auch jetzt nicht derjenige der das tut, auch wenn es in meinem empfinden einem idealen bilde nahe käme.

denn so ist es nicht. jetzt ist die person, um die es hier geht, nicht in meiner nähe, denn wenn sie es wäre, könnte ich dieses nie schreiben, es ginge nicht. es ginge nicht. man frage mich nicht warum, aber diese person, das „du“, wirkt gewissermaßen bewusstseinsverändernd auf mich. zwar schaffe ich es durchaus, in ihrer gegenwart das ein oder andere an ihr zu bemängeln, aber sie gänzlich in frage stellen, wie ich es jetzt tu – nebenbei stelle ich auch /mich/ und meine /existenz/ gänzlich in frage – könnte ich nie.

das alles, obwohl unser verhältnis merklich abgekühlt ist, auf mehreren ebenen. partiell ist es sogar ganz erkaltet und wenn sie zugegen ist, tut mir das auch leid, auch wenn ich denke, dass es ja nicht an mir liegt, sondern eher an uns beiden als gemeinsamer einheit, als gemeinsamer existenz, als gemeinsamen subjekt.

und auch wenn wir gewissermaßen nach wie vor eins sind, so lechtze ich mehr und mehr danach, das dieses doch enden möge, denn das korsett unserer beziehung schränkt mich ein, es erdrückt mich zwar nicht, aber es schlägt mir insbesondere an schlechten tagen zusätzlich aufs gemüt (was so sinnlos ist, wie meine ganze existenz, aber solange ich existiere ist mir dieses nicht vollkommen egal, da es mir einfach nicht vollkommen egal sein kann).

manchmal plane ich dann an einer /exit-strategy/ und denke, na gut, setz dir ein datum, etwa 01.09. – und genau dann zweifele ich schon stark / stärker / am stärksten daran, dass ich mich lösen kann, jemals.

/ohne/ das ende meiner existenz.

aber schließlich besteht noch die hoffnung auf erfolgreiche flucht aus dieser realitätsdimension – /meine existenzverlängerung/.

Advertisements

Eine Antwort zu “du und deine welt

  1. wunderbar ausgedrückt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s