eskapadia

sie hatten die roten seen des leides schon längst hinter sich gelassen, als sie eskapadia erreichten. der weg war hart gewesen, entbehrungen der nicht aufhörenden steigungen gemeinsam mit der trockenheit der luft ihre gesichter gezeichnet.

die pferde hatten sie zwischendurch mehrfach wechseln müssen, zwei waren auf dem weg verendet, sie hatten sie in angst vor den nah geglaubten verfolgern in hastiger ehre begraben.

aber dann, sie hatten erst geglaubt, es sei nur wieder eine fata morgana, vor denen man sie so gewarnt hatte und derer sie daher – soweit ihnen möglich – gemieden hatten, hatten sie schlußendlich eskapadia erreicht.

es war nicht so schön, wie sie es sich in ihren träumen ausgemalt hatten, es war viel schöner. der schmerz des beschwerlichen weges würde bald von ihnen weichen, und sie wussten, dass sie, wenn sie hier nicht glücklich werden sollten, nirgendwo ihr glück finden.

tränen schossen ihnen in die augen. vor freude.

sie wussten nicht, wie nah ihr tod war.

denn eskapadia bedeutet tod. langfristig.

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4 Antworten zu “eskapadia

  1. alter, trauriger schluss. aber super, weil man damit überhaupt nicht rechnet.

  2. messerscharf analysiert, kling nach meinen deutschklausuren^^

  3. Idealismus und Praxisschock, glaub kennen wir alle. **** können wir deine Eskapaden eigentlich verlinken ?

  4. eskapismus

    man kann alles verlinken. aber bitte nur als „eskapismus“. alles andere wird angemahnt und abgemahnt. 😉

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