aju

die gelben schwaden der nahen fabriken legten sich über das land, das karg war, hier am rande der stadt, karg und öd, es wirkte nicht so, als ob hier menschen glücklich leben könnten.

es lebte auch nur ein mensch hier, er hatte mal einen namen gehabt, aber er hatte den namen vergessen, und da ihn niemand von früher mehr wiedererkennen würde, würde er auch nie wieder so genannt werden würden. es war auch egal. er hatte sich nämlich einen neuen namen gegeben, aju, und der name gefiel ihm gut, und es passte.

aju hatte als name eigentlich keine bedeutung, da es eigentlich kein richtiger name war, in so manchem staate mit strikten meldegesetzen wäre der name aju vermutlich gar nicht erlaubt gewesen. aber für aju bedeutete aju „der glückliche falke der gelben schwaden“.

aju lebte in einer höhle, die er sich selbst eingerichtet hatte und aß die beeren der büsche und gelegentlich einen hasen, er mochte die hasen, aber es gab genug von ihnen, so das aju gelegentlich einen der schwächeren von ihnen fing und verspeiste.

eines tages kamen die bagger der nahen stadt, ein paar wochen, nachdem die gelben schwaden der fabriken sich hier nicht mehr über das land legten, da sie stillgelegt waren, und aju ging fort.

er ward nie wieder gesehen, aber es ist anzunehmen, das er in einer anderen einöde eine glückliches leben führt.

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Eine Antwort zu “aju

  1. Pingback: aju (II) « eskapismus

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