konstante verschlechterungsscheiße

eine annekdote in eskapismus

 

rot lag der see vor ihren augen, die untergehende sommersonne trübte ihren blick. es war ein schöner tag gewesen und es sollte eine schöne nacht werden, sie würden ihre unglaubliche macht zelebrieren, ihre erfolge feiern und ihre misserfolge aus dem hirne brennen. dazu war ordentlich schnaps herangeschafft worden (und nicht nur schnaps, aber es wäre illegal, über den rest zu schreiben) so wie das eben sein musste. es geht ja immer nur um genug selbstbetrug in glücklichen leben, das war normal, auch bei ihnen.

 

die feuer erhellten die nacht, die felsen im hintergrund verliehen dem ganzen eine mystische stimmung. der ort war mit größter sorgfalt ausgewählt worden, man hatte die ganze welt bzw. den ganzen planeten erde nach plätzen gescannt, die geeignet waren, es hatte 2043 geeignete gegeben und dieser an dem das brimborium nun stattfand, hatte sich als der geeignet erwiesen, zumindestens nach meinung der mehrheit derer, die als platzsucher ausgewählt worden waren, da sie dazu am besten geeignet waren.

 

die musik begann zu spielen. oder besser, der lärm, der einem alles abverlangte begann, es war der größte, gigantischste lärm, den die beteiligten je gehört hatten, und dazu war er auch ausgesucht worden. 1023 krähen krächzten, 523 katzen miauten, 522 kampfhunde knurrten, 46 elefanten tröteten und stampften, es waren zur entgültigen perfektionierung zahlreiche darkmetalbands gebucht worden. markerschütternd, oropax verhinderte gar nichts, war zwecklos.

 

die besten 69 ballets der erde führten ein großes programm auf, im takt des gelärmes, ein grandioses programm, welches sich die 32 besten koreographen erdacht hatten, mit – das war besonders extraordinär – hubschraubern wurde die dritte dimension absolut beehrt.

 

das feuerwerk toppte dieses feuerwerk an highlights nicht so ganz, aber es war auch so beschaffen, das einige in pure panik ausbrachen, die würden verbrennen, obwohl es in 200 metern höhe geschah, es war wirklich nicht zu verachten.

 

schließlich betrat mit großem donner gott selbst die große bühne und sprach seinen satz: „nietzsche ist tot.“

 

dieses schockte die menge derart, dass sie sich rasch zerstreute und niemals wieder zusammentrat.

 

 

 

 

 

 

 

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