sicherheit

eines tages war herr d. mal wieder nutzlos, sinnlos durch die weiten der stadt gestreunt. er war gegangen und gegangen, hatte sich in der nähe eines schönen parks in ein café gesetzt und ein stück apfelkuchen mit schlagsahne gegessen und dazu einen tee getrunken. alles war schön gewesen, er mochte es manchmal, so ganz allein unterwegs zu sein. nicht das ihm gesellschaft zuwider war, nein, wirklich nicht. aber manchmal brauchte er ruhe, keine menschen um sich herum, die ständig irgendwie kontakt aufnahmen und dies und das von einem wollten. ruhe, apfelkuchen mit schlagsahne, tee. das passte zusammen, das harmonierte perfekt.

später dann an diesem tage war er dann unversehens in eine demonstration geraten, er wusste nicht wie, aber auf einmal war er von menschen umgeben, die skandierten: „wir brauchen keine freiheit, wir brauchen nur sicherheit“.

herr d. hielt innerlich inne, während er sich vom zug mitschieben ließ. sicherheit, dachte er, das ist doch blödsinn, freiheit ist doch viel besser. denn: ohne freiheit keine spaziergänge mit apfelkuchen, schlagsahne und tee.

diese leute hatten also ganz offensichtlich keine ahnung, was sie da forderten, denn ohne freiheit könnten sie ja auch nicht demonstrieren.

herr d. bemühte sich, aus dem zug zu gelangen, in dessen mitte er so unversehens geraten war, und er schaffte es auch, auch wenn es einige zeit dauerte.  er ging nach hause, froh den idioten wieder einmal entkommen zu sein, und voller hoffnung, dass diese nicht die oberhand gewinnen würden.

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