ein trauriger tag im leben des herrn d.

herr d. ging am morgen wie jeden tag aus dem haus. und wie an den meisten tagen kam er auf seinem weg an einem zeitungskiosk vorbei.

er hielt inne und betrachtete die überschriften der tageszeitungen, im jargon nannten sie das headlines, aber das interessierte herrn d. nicht die bohne, ihm war das egal. er sah die überschriften und titelbilder und das was er da bei den meisten zeitungen sah erfüllte ihn mit abscheu.

er hatte gestern die abendnachrichten im fernsehen verfolgt, dabei war ihm was aufgefallen, er hatte die sache nachgesehen, oder recherchiert und den bericht dort im fernsehen für inakzeptabel befunden. und heute las er die selbe übertreibung in vielen facetten am zeitungsstand.

„kaufen sie nun eine, oder was ist?“, bellte der zeitungsmann. herr d. stockte, entschuldigte sich, und ging davon.

er konnte nichts tun gegen diese bewusstseinsindustrie, dass sie ihre lügen in die welt bliesen. er fühlte sich klein und machtlos, hilflos, geradezu. und auch wenn das wetter schön war, war dies kein schöner tag für den herrn d.

es war ein trauriger tag.

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